Eben noch in Göteborg auf dem Grossfeld nun im verschneiten Nesslau bereits wieder auf dem Kleinfeld auf Punktejagd. Immerhin waren die Stöcke, welche am Dienstagabend noch in Kopenhagen weilten fürs Mittwoch Training auch in Turbenthal. So standen die beiden Trainings im Zeichen sich wieder an das kleine Feld zu gewöhnen. Die Intensität wurde bewusst herunter geschraubte, da die Turnierstrapazen immer noch zu spüren waren.
Das erste Spiel gegen die Red Lions aus Frauenfeld, war ein echter Gradmesser, denn seit der Niederlage in der ersten Runde gegen uns mussten sich die Löwinnen nur noch gegen Appenzell geschlagen geben und haben nun bereits acht Siege in Serie hingelegt. Bereits vom ersten Pully an merkte man, dass sie die Niederlage gegen uns wett machen wollten und gaben Vollgas. Gleich im ersten Einsatz konnten sie das erste Tor erzielen. Einmal mehr rannten wir schon nach wenigen Sekunden einem Rückstand hinterher. Doch wir konnten reagieren und schafften durch Linnéa den baldigen Ausgleich. Es war ein munteres hin und her, mit dem besseren Ende für die Frauenfelderinnen welche mit zwei weiteren Toren zum 1:3 nachlegen konnten. In der Folge konnten sich dann die Torhüterinnen auszeichnen, bei uns hütete dieses Olivia. Dann war die Reihe wieder an Linnéa, welche uns mit dem 2:3 wieder in Schlagdistanz bringen konnte. Doch auch hier hatten die Gegnerinnen kurz darauf eine Antwort parat. So gingen wir mit einem 2:4 Rückstand zur Pause.
In der zweiten Hälfte liess man, nach dem Pully Verlust, der Gegenspielerin zu viel Platz welche diesen dankend nützte und auf 2:5 erhöhen konnte. Die gewünschte Reaktion, die wir eigentlich wollten, folgte kurz darauf durch Hanna mit dem 3:5. Doch irgendwie gelang es uns nicht diese Momente für uns weiter zu nutzen, denn bald darauf konnten die Löwinnen weiter erhöhen. Wenig später weckte Aline mit dem 4:6 erneut etwas die Hoffnung auf die Wende, welche aber wiederum fast im Gegenzug zerschlagen wurden und die Gegnerinnen den drei Tore Vorsprung wieder herstellen konnten. Danach gelang fünf Minuten gar nichts mehr und wir kassierten, zum Leidweisen von Olivia, drei weitere, teils sehr unglückliche Gegentreffer. Beim Stande von 4:10, fünf Minuten vor Schluss nahmen wir unser Timeout, um wieder etwas Struktur ins Spiel zu bringen. Dies gelang dann versöhnlich, denn es fiel nur noch ein weiterer Treffer, und zwar für uns. Isabella konnte eine schöne Kombination zum 5:10 Schlussresultat abschliessen. Leider kamen wir nie in die Partie oder die Gegnerinnen konnten immer wieder eins drauflegen. Schade, ob es an der Umstellung vom Gross- zum Kleinfeld lag, schwierig zu sagen, aber allemal ein verdienter Sieg für Frauenfeld.
Im zweiten Spiel warteten die Mörschwilerinnen auf uns. Für diese Partie nahmen wir uns vor, nicht wieder früh einem Rückstand hinterher laufen zu müssen. Dies gelang. Wir arbeiteten konzentriert in der Verteidigung und konnten gegen vorne immer wieder Druck erzeugen. Mit einem Doppelschlag durch Nadia und Hanna konnten wir dann auch verdient mit 2:0 in Führung gehen. In der Folge war das Spiel geprägt durch verbissen geführte Zweikämpfe, niemand wollte den andern einen Zentimeter schenken. So plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Den Mörschwilerinnen gelang dann sogar noch der Anschlusstreffer vor der Pause, doch das Spielgeschehen hatten wir grössten Teils unter Kontrolle.
Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte dann Hanna mit dem 3:1 für etwas Ruhe sorgen. Jeder Ball war hart umkämpft und es war teils schwierig einen Spielfluss entstehen zu lassen. Doch gerade in der Offensive konnten wir immer wieder unsere Qualitäten zeigen und so durch weitere Tore durch Isabella, Aline und Linnéa, beruhigend auf 6:1 davonziehen. Nach einem weiter Tor der Gegnerinnen konnten wir nochmals durch Isabella nachlegen und so das Spiel ungefährdet mit 7:2 gewinnen. Was uns freute, war zu sehen wie unser Team immer wieder auch das Zusammenspiel suchten und teils coole Kombinationen zustande brachten. Kein einfacher Job hatte Lilian im Tor, da teilweise nicht viele Schüsse in ihre Richtung kamen, dies aber souverän meisterte.
Danke an den Schiedsrichter, nach nun einigen sehr abenteuerlich geleiteten Partien, hatten wir einen Spielleiter, welcher die Partien souverän leitete und so wie es sein sollte zu guten Partien beigetragen hat. Nun geht es, wieso auch immer, in eine mehr als zweimonatige Meisterschaftspause, um dann im März die Meisterschaft zu beenden. Wir freuen uns, bis dann.












